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Man kann nicht immer nur dagegen sein

21.01.2015, Beitrag in:
 
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Sabine_Wassicek.jpg
RFJ Burgenland spricht sich für die Präimplantationsdiagnostik aus

Jede Münze hat zwei Seiten


Die geplante Präimplantationsdiagnostik, die ein Instrument der Selektion und Diskriminierung darstelle, dürfe keinen Platz in unserer Gesellschaft haben. Solche und vergleichbare Aussagen werden getätigt, ohne dass jemand zuerst wirklich nachdenkt und sich entsprechend informiert.

Als Mensch mit Behinderung hat man meist schon viele Rückschläge erlebt, soll einem also auch der Wunsch nach einem gesunden Kind verwehrt bleiben? Ist es etwa zu viel verlangt, seinem Kind die eigene Behinderung ersparen zu wollen? Was hat das Wohl des Kindes mit Diskriminierung zu tun? Ich bin überzeugt davon, dass sich jede Frau nur das Beste für ihren Nachwuchs wünscht und spreche mich demnach klar für die Präimplantationsdiagnostik aus!

Was heißt überhaupt Präimplantationsdiagnostik? Diese Form der genetischen Untersuchung der Eizellen ermöglicht den Ärzten, bereits vor dem Einsetzen in die Gebärmutter, herauszufinden, ob der zukünfitge Embryo von der Behinderung betroffen sein wird. Selbstverständlich geht das nur, wenn sich das Paar für eine künstliche Befruchtung entschieden hat. Danach wird die gesunde befruchtete Eizelle eingesetzt, wobei man hier niemals von Selektion sprechen kann, denn bei jeder künstlichen Befruchtung werden im Schnitt nur 1-2 Eizellen eingesetzt und selbstverständlich nimmt man dafür nur die, die sich am besten entwickelt haben. Dies wird gemacht, um die Chancen einer Schwangerschaft zu erhöhen, welche bei einer künstlichen Befruchtung so und so nur bei knapp 20% liegen.

Wenn man also die Möglichkeit, ein gesundes Kind auf die Welt zu bringen, auf diese Weise erhöhen kann, dann bin ich sicher, dass es keinen Grund gibt der Wissenschaft einen gesetzlichen Riegel vorzuschieben.

Jeder Abgeordnete, der nur aus Gründen der gemeinsamen Abstimmung über die Präimplatationsdiagnostik samt der Eizellenspenden für lesbische Paare dagegen gestimmt hat, hätte vorher ernsthaft darüber nachdenken sollen, was unsere zukünftigen Kinder für deren unvernünftiges Handeln können.

Eventuell kann man ja dann endlich einmal das Pflegegeld erhöhen…
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Kalenderblatt Datum: 21. Jänner 2015
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